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\chapter{Aufgabe 2: Projektorganisation und Stakeholder-Analyse}
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\section{a) Beteiligte Personen und Instanzen im Projekt}
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Beim Projekt „Erstellung eines Projektmanagement-Handbuchs“ sollten verschiedene interne und externe Akteure eingebunden werden, um eine unternehmensweit anwendbare Lösung zu gewährleisten.
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\subsection{Projektteam}
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\begin{itemize}
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\item \textbf{Abteilungsleiter/-innen:}
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\begin{itemize}
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\item \textbf{Rolle:} Als Vertreter ihrer Abteilungen liefern sie Anforderungen, Perspektiven und Fachwissen.
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\item \textbf{Abteilungen:} Entwicklung, Produktion, Marketing und Vertrieb, Betriebsorganisation, Personal.
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\item \textbf{Ziel:} Sicherstellen, dass das Handbuch praxisnah und für alle Bereiche anwendbar ist.
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\end{itemize}
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\item \textbf{Projektmitarbeiter (2–3 Personen pro Abteilung):}
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\begin{itemize}
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\item \textbf{Rolle:} Sie kennen die operativen Abläufe und bringen praxisbezogene Ideen ein.
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\end{itemize}
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\item \textbf{IT-Spezialisten:}
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\begin{itemize}
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\item \textbf{Rolle:} Unterstützung bei der technischen Umsetzung von PM-Tools und der Anpassung vorhandener Systeme.
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\end{itemize}
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\item \textbf{Projektmanagement-Experten (intern/extern):}
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\begin{itemize}
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\item \textbf{Rolle:} Beratung bei der Entwicklung des Handbuchs durch ihre PM-Erfahrung.
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\end{itemize}
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\item \textbf{Geschäftsleitung (Projektauftraggeber):}
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\begin{itemize}
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\item \textbf{Rolle:} Strategische Vorgaben und finale Genehmigung des Handbuchs.
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\end{itemize}
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\end{itemize}
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\subsection{Steuerungsinstanz}
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Ein \textbf{Lenkungsausschuss}, bestehend aus den Abteilungsleitern und einem Vertreter der Geschäftsleitung, überwacht Fortschritt, Qualität und Zielerreichung des Projekts.
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\section{b) Projektorganisationsform}
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Für das Projekt eignet sich die \textbf{Matrix-Projektorganisation} am besten.
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\subsection{Begründung}
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\begin{itemize}
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\item \textbf{Vorteile:}
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\begin{itemize}
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\item Optimale Nutzung von Ressourcen aus den Abteilungen.
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\item Fachliche Expertise der Abteilungen fließt in das Projekt ein.
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\item Mitarbeiter bleiben in ihre Abteilungen eingebunden und können ihre regulären Aufgaben weiterführen.
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\item Förderung bereichsübergreifender Zusammenarbeit.
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\end{itemize}
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\item \textbf{Nachteile:}
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\begin{itemize}
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\item Konfliktpotenzial durch Mehrfachunterstellung (Projektleiter und Abteilungsleiter).
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\item Höherer Abstimmungsaufwand zwischen Projekt- und Linienorganisation.
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\end{itemize}
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\end{itemize}
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\newpage
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\subsection{Alternativen}
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\begin{itemize}
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\item \textbf{Reine Projektorganisation:}
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\begin{itemize}
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\item Vorteil: Klare Verantwortlichkeiten und Fokussierung auf das Projekt.
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\item Nachteil: Hoher Personalbedarf, da Mitarbeiter vollständig für das Projekt abgestellt werden.
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\end{itemize}
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\item \textbf{Stabs-Projektorganisation:}
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\begin{itemize}
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\item Vorteil: Geringe Beeinflussung der Linienorganisation.
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\item Nachteil: Projektleiter hat wenig Einfluss; Abteilungen sind nur lose eingebunden.
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\end{itemize}
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\end{itemize}
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\section{c) Stakeholder-Analyse}
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\begin{table}[ht]
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\centering
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\resizebox{\textwidth}{!}{%
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\begin{tabular}{|l|p{5cm}|l|l|p{4cm}|p{4cm}|}
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\hline
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\textbf{Stakeholder} & \textbf{Interesse am Projekt} & \textbf{Haltung} & \textbf{Einfluss} & \textbf{Beitrag} & \textbf{Risiko} \\ \hline
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Geschäftsleitung & Optimierung der Projektmanagementprozesse, Kosteneffizienz & Unterstützend & Sehr hoch & Strategische Ausrichtung, Bereitstellung von Ressourcen und Projektgenehmigung & Verzögerungen bei Entscheidungen könnten das Projekt bremsen. \\ \hline
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Abteilungsleiter & Effiziente, aber praktikable Lösungen für ihre Abteilungen & Kritisch-neutral & Hoch & Fachwissen über Abteilungsanforderungen; Ressourcenbereitstellung & Widerstand, falls das Projekt zusätzliche Belastungen bringt oder ihre Anforderungen ignoriert. \\ \hline
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Projektmitarbeiter & Klare Prozesse und benutzerfreundliche Arbeitsmittel & Unterstützend & Mittel & Praktische Erfahrung, Feedback zu Abläufen und Tools & Geringe Motivation oder Akzeptanz, wenn ihre Vorschläge nicht berücksichtigt werden. \\ \hline
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IT-Abteilung & Technische Kompatibilität und Integration mit bestehenden Systemen & Unterstützend & Mittel & Technische Expertise für die Systemanpassung und Implementierung & Fehlende Abstimmung könnte zu technischen Problemen oder Verzögerungen führen. \\ \hline
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Externe Berater & Erfolgreiche Umsetzung des Projekts & Unterstützend & Mittel bis hoch & Fachwissen im Projektmanagement und Standardisierung & Mangelndes Verständnis der internen Strukturen könnte zu unpassenden Empfehlungen führen. \\ \hline
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Kunden (indirekt) & Verbesserte Qualität und Abwicklung & Neutral & Gering & Feedback zur Kundenzufriedenheit als indirekte Erfolgsmessung & Erwartungshaltung an schnelle Umsetzung könnte unrealistisch sein. \\ \hline
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\end{tabular}%
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}
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\caption{Stakeholder-Analyse}
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\end{table}
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\cleardoublepage
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\begin{figure}[h]
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\centering
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\includegraphics[width=\textwidth]{Stakeholder-Analyse.png}
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\caption{Stakeholder-Analyse}
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\end{figure}
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\section{d) Interne und externe Stakeholder}
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\subsection{Interne Stakeholder}
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\begin{itemize}
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\item \textbf{Geschäftsleitung:} Unterstützend, da sie den strategischen Nutzen des Projekts sieht. Einfluss: Sehr hoch.
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\item \textbf{Abteilungsleiter:} Kritisch-neutral, da Mehrbelastung befürchtet wird. Einfluss: Hoch.
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\item \textbf{Projektmitarbeiter:} Unterstützend, sofern das Handbuch ihre Arbeit erleichtert. Einfluss: Mittel.
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\end{itemize}
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\subsection{Externe Stakeholder}
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\begin{itemize}
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\item \textbf{Berater:} Unterstützend, da sie an einer erfolgreichen Umsetzung interessiert sind. Einfluss: Mittel bis hoch.
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\item \textbf{Kunden:} Neutral, solange sich positive Effekte auf Produkte und Services zeigen. Einfluss: Gering.
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\end{itemize}
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\section{e) Maßnahmen für Stakeholder}
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\begin{itemize}
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\item \textbf{Geschäftsleitung:} Regelmäßige Berichte zum Projektstatus; Hervorhebung der wirtschaftlichen und organisatorischen Vorteile.
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\item \textbf{Abteilungsleiter:} Einbindung in wichtige Entscheidungen; Workshops zur Berücksichtigung ihrer Anforderungen und Bedenken.
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\item \textbf{Projektmitarbeiter:} Schulungen für neue Prozesse und Tools; Feedback-Schleifen zur Berücksichtigung ihrer praktischen Erfahrungen.
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\item \textbf{IT-Abteilung:} Frühzeitige Einbindung in die technische Planung; Klärung technischer Anforderungen.
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\item \textbf{Externe Berater:} Klare Zieldefinition und Erwartungen; regelmäßige Abstimmung und Zugang zu wichtigen Informationen.
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\item \textbf{Kunden:} Kommunikation der Verbesserungen (z. B. schnellere Bearbeitungszeiten); Einbindung als Referenz, um die Vorteile zu verdeutlichen.
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\end{itemize}
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